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AktivitätenWolfgang Leonhard schrieb 1982: "Alles stand noch so wie damals in den Jahren 1931 und 1932. Aber enttäuscht, ja erschüttert, stellte ich fest: es gab nicht eine einzige Gedenktafel, nicht den kleinsten Hinweis darüber, daß hier viele der berühmtesten deutschen Künstler und Schriftsteller gelebt und gewirkt hatten..."; und Axel Eggebrecht hatte 1957 geschrieben: "Manche von denen, die damals verhaftet oder verschleppt wurden oder aus dem Lande weichen mußten, wohnen heute wieder rings um ihren alten Laubenheimer Platz. Viel zu wenige freilich sind es geworden, viel zu wenige. ... Die Neuen und Jungen aber, die Wand an Wand mit diesen Veteranen hausen, kochen, sprechen, singen, dichten, zeichnen und von zukünftigen Erfolgen träumen, sie sollen wissen, daß die Birken auf dem Platz ein Stück Geschichte erlebt haben. Vielleicht haben sie den Namen KÜNSTLERKOLONIE bis heute für eine ungefähre und gleichgültige Bezeichnung gehalten. Er möge sie daran erinnern, daß hier einmal der Geist der wachen, streitbaren Freiheitsliebe sich behauptete, als es ringsum in der Stadt, weithin im Lande sich schon wehrlos aufgegeben hatte." (Benutzung der Texte mit freundlicher Genehmigung durch Prof. Wolfgang Leonhard und Axel Eggebrecht)Die Jungen wollten diese Herausforderungen annehmen und wurden als "Künstlerkolonie-Initiative" seit 1984 aktiv (Vorsitzender: Kurt Lutz). Das 1. Sommerfest der KüKo 1985 war ein voller Erfolg: 20.000 Besucher strömten auf den Ludwig-Barnay-Platz. Die "Parkline-Galerie-Ludwig-Barnay" wurde zum kulturellen und sozialen Mittelpunkt der Kolonie: Konzerte, Dichterlesungen, Ausstellungen, Tanzperformances, Filmvorführungen und vieles andere mehr wurde veranstaltet, die Angebotspalette der Galerie war reichhaltig und wurde rege angenommen. Dokumente über die Geschichte der KüKo wurden gesammelt und archiviert. Nach den großen Anstrengungen um das 2. Sommerfest 1986 (10.000 Besucher) wurde es jedoch still um die Initiative. Die Kräfte erlahmten, ein Verein wurde nicht gegründet. Zur Vorbereitung eines dritten Festes 1988 und zur Gründung eines Vereins trafen sich am 13.12.1987 Bewohner und Interessierte. Die Satzung wurde überarbeitet, ein Vorstand wurde gewählt, der Verein wurde am 27.01.1988 unter 9295NZ beim Amtgericht Charlottenburg eingetragen, die steuerliche Gemeinnützigkeit wurde zuerkannt. Am 14.11.2007 feierte der Verein sein 20-jähriges Bestehen.
Seit 1988 fanden wieder jährliche Künstlerfeste statt. 9 Gedenktafeln und ein "Stolperstein" für Hans Meyer-Hanno sind inzwischen angebracht, ein Findling als "Mahnmal für die politisch Verfolgten der Künstlerkolonie" steht auf dem Ludwig-Barnay-Platz. Die Hauptziele des Vereins sind die Dokumentation der Geschichte und Gegenwart, der Personen und ihrer Werke, Vermittlung von Künstlern und kulturelle Aktivität im Bezirk in Zusammenarbeit mit öffentlichen Institutionen (Bezirksamt), Verlagen, Musikgruppen, Theatergruppen und Künstlern mit Ausstellungen, Lesungen, Konzerten usw., Nachbarschaftshilfe, Erhaltung der Siedlung als Ganzes. Der Verein hat 1989-90 eine große dokumentarische Ausstellung zusammengestellt, die in der Kommunalen Galerie in Wilmersdorf und in der Fotogalerie in Friedrichshain lange zu sehen war, hat Fotoausstellungen und Kunstausstellungen vermittelt, die in der Künstlerkolonie wohnten oder heute noch hier wohnen, ebenso Auktionen veranstaltet (z.B. "Künstler für Kurdistan" u.a.), hat in Zusammenarbeit mit "OPERA piccola", Theatergruppen, "Zeitgenössiche Kammermusik", Verlagen und Künstlern Veranstaltungen aller Art geboten: Theater-, Opern-, Konzert- und Kabarettaufführungen, Jazz, Gemälde- und Foto-Ausstellungen, Lesungen, Gedenkveranstaltungen usw. meist im Wilmersdorfer "Coupé-Teater", Veranstalter: Fachbereich Kultur im Bezirksamt Wilmersdorf, Hohenzollerndamm 177 (Eingang Brienner Straße, U-Bhf Fehrbelliner Platz) in 10713 Berlin-Wilmersdorf (Busse 101, 104, 115, 204) und auch in anderen Bezirken Berlins (z.B. Steglitz, Charlottenburg, Friedrichshain), regelmäßig treffen sich hier die Berliner Liedermacher, ein “Wilmersdorfer Künstlerstammtisch” mit Programmeinlagen findet an jedem letzten Mittwoch eines Monats statt. Der Verein gibt vereinzelt Dokumentationen heraus (“KünstlerKolonieKurier”).
Der Verein ist Mitglied der INM (Initiative Neue Musik Berlin), des Landesmusikrates und Mitglied im Plenum des Rates für die Künste (Berlin)
Berichte von der Gründung der Künstlerkolonie von 1926-32 finden Sie auf unserer aktuellen Seite (Gründung) Berichte von der Verfolgung der Künstler und Schriftsteller und von der Großrazzia am 15. März 1933 finden Sie als Übersicht auf unserer aktuellen Seite (Verfolgung)
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