Wilhelm Reich: Kurzbiografie


Prof. Dr. Wilhelm Reich war ehem. Bewohner der Künstlerkolonie von 1930 bis 1933
bei seiner Lebensgefährtin Elsa Lindenberg, wo er jedoch nicht angemeldet war. Er war jedoch Mitglied der "Kommunistischen Zelle".
Wilhelm Reich
Wilhelm Reich
(Foto aus der Ausstellung DIE KÜNSTLERKOLONIE BERLIN - Ullstein)
(1897-1957) Psychoanalytiker, Philosoph, Schriftsteller; 1922 Leiter des Wiener Seminars für psychoanalytische Therapie, wohnte von 1929 bis (etwa) 1936 in der Künstlerkolonie, ging 1939 in die USA. Wilhelm Reich strebte eine Verbindung zwischen psychoanalytischen und marxistischen Gedanken an. Er hob die repressive Funktion der Gesellschaft hervor, die ihre autoritäre Ordnung vor allem durch die sexuelle Unterdrückung aufrechterhalte. Reich war schon fast vergessen, als ihn Ende der sechziger, Anfang der siebziger Jahre Studenten und Verlage im Zuge der antiautoritären Bewegung wiederentdeckten. Er wurde (neben A. S. Neill) zum Idol einer jungen, rebellierenden Generation.

Die meisten Werke Reichs sind bei Kiepenheuer & Witsch erschienen.
Biografien:
David Boadella: "Wilhelm Reich, Pionier des neuen Denkens", Bern 1952
Bernd A. Laska: "Wilhelm Reich", Reinbeck 1981
Ilse Ollendorf-Reich: "Wilhelm Reich", München 1975
Leo Raditsa: "Wilhelm Reich - Eine philosophisch-kritische Betrachtung", Basel 1997
Myron Sharaf: "Wilhelm Reich. Der heilige Zorn des Lebendigen", Berlin 1994

 Zum Artikel Enfant Terrible der Psychoanalyse (von Dr. Thomas Kornbichler aus KünstlerKolonieKurier Nr. 3 - 1990/91)
 Zum Artikel Zirkus der Utopien ("Vor 100 Jahren wurde der Psychoanalytiker Wilhelm Reich geboren: Was von ihm übriggeblieben ist" - von Tom Peuckert, Der Tagesspiegel Berlin vom 23.3.1997)
 Zum Artikel Vom "sexuellen Kampf der Jugend" zur "Rede an den kleinen Mann" (Eine persönliche Erinnerung und Übersicht über neue Publikationen zum Phänomen Wilhelm Reich - von Reinhart Wolff, Der Tagesspiegel Berlin vom 23.3.1997)


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