Joachim Ringelnatz

Foto mit freundlicher Genehmigung durch den Erben Norbert Gescher
Lyriker, Essayist (bürgerlicher Name: Hans Bötticher, weitere Pseudnyme: Pinko Meyer, Fritz Dörry, Gustav Hester)
- wie Wolfgang Leonhard berichtet seit 1927 Bewohner der Künstlerkolonie Berlin in der Bonner Straße 2 (dies wird von Wolfgang Leonhardt zwar so berichtet, von seinem Neffen Norbert Gescher jedoch nicht so bestätigt.)

Geb. 7. 8. 1883 Wurzen/Sachsen; gest. 17. 11. 1934 Berlin.

Der Sohn eines gutsituierten Tapetenentwerfers und Jugendschriftstellers war ein äußerst lebhaftes, phantasievolles Kind. Vom königlichen Staatsgymnasium Leipzig wurde er verwiesen. Die anschließend besuchte Privatschule verließ er nach der Obersekunda. Danach fuhr er zunächst als Schiffsjunge, später (mit Unterbrechungen bis 1905) als Matrose und als Freiwilliger bei der Marine zur See. Danach absolvierte er in Hamburg eine kaufmännische Lehre, arbeitete als Hausmeister in einer Pension in England, war Lehrling in einer Dachpappenfabrik, Angestellter in einem Münchner Reisebüro.

Mit 25 Jahren erhielt er Gelegenheit, in dem Künstlerlokal »Simplicissimus« in München-Schwabing eigene Verse vorzutragen; er wurde zum »Hausdichter« und kaufte sich in der Nachbarschaft einen Tabakladen - den er nach neun Monaten wieder schloß. Die Schwabinger Prominenz, die er hier kennenlernte (unter ihnen Frank Wedekind), ermunterte ihn zu eigenen Veröffentlichungen, die aber alle nur kleine Auflagen erreichten.

Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich als Bibliothekar bei der gräflichen Familie Yorck von Wartenburg in Schlesien und im Elternhaus des Balladendichters Börries von Münchhausen in Hannover sowie als Fremdenführer auf einer Burg. Am 1.8.1914 schrieb er schwungvoll in sein Tagebuch »Ich ziehe in den Krieg!«

Nach dem Kriege versuchte er sich in unterschiedlichen Branchen, u.a. in einer Gartenbauschule und als Archivar in einem Berliner Verlag. 1920 erhielt er ein Engagement an der Berliner Kleinkunstbühne »Schall und Rauch«. Dort und auf Tourneen durch die Kabaretts im ganzen deutschsprachigen Raum trug er (der sich seit 1919 nach dem seemännischen Namen für das glückbringende Seepferdchen Ringelnatz nannte) eigene Dichtung vor. 1933 erhielt er Auftrittsverbot in Deutschland; er starb verarmt im folgenden Jahr.

Werke u.a.

Im Projekt Gutenberg vom Autor vorhanden:

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  1. Hypies im Internetz: Ringelnatz
  2. www.ringelnatz.de/
  3. gutenberg.aol.de/autoren/ringelnz.htm
  4. home.t-online.de/home/mk-cux/cux3.htm
  5. ingeb.org/Lieder/womanhob.html
  6. www.br-online.de/bayern2/kalenderblatt/august/kb20000807.html
  7. www.geschichte.2me.net/bio/cethegus/r/ringelnatz.html
  8. www.yolanthe.de/ringln.htm
  9. www.ringelnatz.uni-goettingen.de/JRingelnatz.html
  10. www.leipzig-online.de/academixer/ringelnatz.html
  11. www.mare.de/hefte/mare_21/21_ringelnatz.html
  12. members.tripod.de/Mandragora69/Ringelnatz/Ringelnatz.html
  13. www.goest.de/ringelnatz.htm
  14. www.wiwi.hu-berlin.de/~tfrank/gedichte/ringelnatzinfo.shtml
  15. www.geocities.com/Paris/Louvre/1247/ringln.htm
  16. www.dhm.de/lemo/html/biografien/RingelnatzJoachim/
  17. www.mdr.de/geschichte/archiv/schuhkarton/ringelnatz.cfm

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