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Klaus Kinski

bürgerlich: Klaus Günter Karl Nakszynski (1926 - 1991), Filmschauspieler, geboren in Zoppot, Polen. 1930 zog seine Familie nach Deutschland, wo er 1942 in die Armee eingezogen wurde. Er wurde bald gefangen genommen und verbrachte den Rest des Krieges in einem britischen Konzentrationslager, wo er auch erstmalig auf einer Bühne auftrat.

Klaus Kinski wohnte nach 1945 - als er wohl noch weniger verdiente - für einige Jahre als Untermieter bei dem Schauspieler Eduard Matzig in der Bonner Straße 9 in der Künstlerkolonie in Berlin. Unter den hier wohnenden Schauspielern und Bühnenangehörigen fiel er als Gleicher unter Gleichen nicht weiter auf.

Als junger Schauspieler an den Berliner Theatern machte er aber doch schon von sich Reden. Bei Boleslaw Barlog am Schloßpark-Theater konnte man ihn im November 1946 in Willi Schmidts Inszenierung von Gerhart Hauptmanns "Die Ratten" sehen, bei Wolfgang Langhoff am Deutschen Theater im Oktober 1948 in dessen Inszenierung von Shakespeares "Maß für Maß". Und er ließ auch die kleineren Nachkriegsbühnen nicht aus, wie das Theater in der Kaiserallee, an dem er im Oktober 1947 unter der Regie von Otto Graf die Hauptrolle in Cocteaus "Die Schreibmaschine" spielte. Während der Berliner Festwochen 1951 sah man ihn im Hebbel-Theater als Tatjana Gsovskys "Der Idiot", einer Bearbeitung des Dostojewski-Stoffes von ihr mit der Musik von Hans Werner Henze. Bereits auf dem Weg zum Filmstar, blieb er dem Berliner Theater dennoch ein Weilchen treu. Zuletzt konnte man ihn im November 1959 in der Freien Volksbühne sehen, in Rudolf Noeltes Schnitzler-Wedekind-Dürrenmatt-Abend "Illusionen".

Er spielte kleinere und größere Nebenrollen in zahlreichen Filmen, besonders auch z.B. in Italo-Western (etwa in Clint Eastwood's Für ein paar Dollar (For a Few Dollars More), viele TV-Krimis nach Edgar Wallace (50er und 60er Jahre), Woyzeck (Film, 1979), dann wurde er berühmt für seine Hauptrollen in Filmen von Werner Herzog, z.B. Aguira, der Zorn Gottes (Aguirre, the Wrath of God) (1972) und Fitzcarraldo (1982). Er hatte auch großen Erfolg als Nosferatu in Nosferatu: Phantom der Nacht (1979).

(aus: KünstlerKolonieKurier Nr. 5, August 1998)

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"Klaus Kinskis Geburtshaus in Zoppot ist neuer Künstler-Treffpunkt" (dpa 8.8.97)
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Hier gibt's noch eine Fan-Seite www.klauskinski-fan.de

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