Walter Hasenclever, Schriftsteller

expressionistischer Lyriker und Dramatiker
(Walter Hasenclever war ehem. Bewohner der Künstlerkolonie Berlin, Laubenheimerplatz 2 - heute Ludwig-Barnay-Platz)
Das gezeigte Foto ist ein Privatfoto aus dem Archiv der KünstlerKolonie Berlin e.V.
Gedenktafel Walter Hasenclever geb. am 8.7.1890 in Aachen
gest. (Selbstmord) in Les Milles (Frankreich) am 15.8.1940 als Emigrant

1914/15 Kriegsfreiwilliger, Lazarettaufenthalt in Dresden
1925-30 Korrespondent des Berliner »8-Uhr-Abendblatt« in Paris, danach lebte er in Hollywood und Berlin
1933 Ausbürgerung und Emigration nach Südfrankreich
1935 in Dubrownik
1936 in London
1936-37 in Nizza
1937-39 in Florenz

Walter Hasenclever wurde mit seinem Drama "Der Sohn" (1914) über den Vater-Sohn-Konflikt zur Identifikationsfigur für die rebellierende Jugend und zum Repräsentanten der expressionistischen Bewegung. Nach seinen Erfahrungen als Kriegsfreiwilliger (1914-16, dann Lazarettaufenthalt in Dresden) wurde er radikaler Pazifist, 1925-30 Korrespondent des Berliner "8 Uhr-Abendblatt" in Paris, danach lebte er in Hollywood und Berlin, zog 1930 (von der Albrecht-Achilles-Str.) in die Künstlerkolonie, 1933 ausgebürgert und Emigration nach Südfrankreich, 1935 in Dubrovnik, 1936 in London, 1936-37 in Nizza, 1937-38 in Florenz, in Südfrankreich zweimal inhaftiert, wählte im Lager ‘Les Miles’ 1940 den Freitod.

Werke:
Der Jüngling (1913); Der Sohn (1914); Die Menschen (Drama, 1918); Die Entscheidung (1919); Gedichte an Frauen (1922); Mord (Drama, 1926); Ein besserer Herr (1927); Ehen werden im Himmel geschlossen (1928); Napoleon greift ein (Film 1930); Münchhausen (Drama, 1934, ersch. 1947); Gedichte, Dramen, Prosa (hrsg. von K. Pinthus 1963).


Am 27.11.1991 wurde in der Künstlerkolonie die Gedenktafel für Walter Hasenclever eingeweiht.

Auf dem Foto rechts (v.l.n.r.):
Holger Münzer (Vorsitzender der KünstlerKolonie Berlin e.V.)
Piarowshka Martz-Hecht (Bühnenbildnerin)
Walter Jens (Rhetorikprofessor Tübingen)
Dr. Bärbel Schrader (Literaturwissenschaftlerin, ehem. Sektionsleiterin Literaturwissenschaft an der Akademie der Wissenschaften in Berlin (Ost), seit 2002 Stellv.Vors. der KünstlerKolonie Berlin eV), die die Einweihungsrede gehalten hat
Daneben weiteres Publikum.

Gehezu:

  • "Irrtum und Leidenschaft", Artikel (Weltspiegel vom 8.7.1990) zum 100. Geburtstag von Walter Hasenclever
  • Leserbrief von Blandine Ebinger zum Artikel
  • Kurzbiografie von Walter Hasenclever (Seitenanfang)

    Hier finden Sie weiteres Material zu Hasenclever im Internetz:

    1. http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/HasencleverWalter/
    2. http://www.skku.ac.kr/german/essay/mla_bibl/hasenc98.htm
    3. http://www.hausarbeiten.de/archiv/germanistik/germ-antigone.shtml
  • Hasenclever Gedenktafel-Einweihung
    Foto: Archiv der KünstlerKolonie Berlin e.V.

    Gehe zu: Bewohner | KünstlerKolonie | Kultur-Netz

    Programmierung und Design: © Kultur-Netz-Service




































    Sie sind Besucher